18.05.2017
Reisebüro Rumänien
 
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Wissenswertes über Rumänien
 
Seit dem 1. Januar 2007 ist Rumänien Mitglied der Europäischen Union. Trotzdem ist das Land für viele Menschen ein weißer Fleck auf der Landkarte, obwohl es seit der Römerzeit in europäischen Traditionen fest verwurzelt ist.
Reisen nach Rumänien Auch als Reiseland ist Rumänien noch weithin unbekannt. Es ist ein Land, in dem es vieles zu entdecken gibt! Leider sind eher zu Unrecht Vorurteile weit verbreitet. Aber jeder, der einmal rumänische Gastfreundschaft genossen hat, kommt gerne wieder.
 
Demographische Struktur:
 
Rumänien ist von seiner flächenmäßigen Ausdehnung vergleichbar mit der alten Bundesrepublik. Der auffälligste Unterschied ist die Bevölkerungsdichte: Während in Deutschland 80 Millionen Menschen leben, sind es in Rumänien weniger als 22 Millionen. Unter diesen 22 Millionen gibt es insgesamt 19 Minderheiten, deren Rechte vom Parlament garantiert werden. Die zahlenmäßig größte Minderheit stellen die Rrom, die sich selbst auch stolz Ţigan (Zigeuner) nennen. Andere Minderheiten sind die Ungarn, Siebenbürger Sachsen, Banater Schwaben, Griechen, Lipovener, Türken, … Es ist diese ethnische Vielfalt, die daraus entstandenen Traditionen und Lebensweisen, die den besonderen Reiz Rumäniens als Reiseland ausmachen.
 
Geographie:
 
Rumänien ist gekennzeichnet durch den Karpatenbogen, der das Land von Nordosten nach Westen über 900 km wie ein Hufeisen durchzieht. Diese Gebirgskette, deren höchste Gipfel in den Fogarascher Bergen in den Südkarpaten liegen, bildete für lange Zeit auch eine politische Grenze.
Innerhalb des Karpatenbogens liegen fruchtbare Ebenen und das sonnendurchflutete Hügelland, das berühmt für seine Weine ist. Das Land innerhalb des Karpatenbogens wird auch Transsylvanien genannt. Im deutschen Sprachraum ist die Region zwischen Hermannstadt (Sibiu), Kronstadt (Brasov) und Klausenburg (Cluj) auch als Siebenbürgen bekannt.
Südlich der Karpaten liegt die Hauptstadt Bukarest in einer weiten Ebene, im Südosten bildet die Donau bei ihrem Eintritt in das schwarze Meer ein gewaltiges Delta, das einmalig in Europa ist. Der Vogelreichtum in diesem Delta ist unvorstellbar und muss mit eigenen Augen gesehen werden !
Im Nordwesten des Landes, in der waldreichen Maramuresch, formen Holzkirchen mit ihren spitzen Giebeln und kunstvoll geschnitzte Holztore die Landschaft.
Die Bukowina, das Buchenland, im Norden des Landes ist berühmt für seine bemalten Klöster, von denen einige von der UNESCO zu Weltkulturgütern erhoben wurden. Hier kann der Reisende ungarische, deutsche und rumänische Traditionen erleben, die noch heute lebendig sind und gelebt werden.
 
Klima:
 
Das Klima in Rumänien ist kontinental, d.h., es gibt heiße Sommer und kalte Winter mit viel Schnee. Im Gebirge laden die Temperaturen auch im Hochsommer zum Wandern ein, während es in de Ebenen 40° C heiß werden kann. Die tiefen Temperaturen im Winter (bis -25 ° C) sind ebenso gut verträglich, da es sehr trocken ist und die gefühlte Temperatur im positiven Sinn z.T. erheblich von der realen Temperatur abweicht.
Das Wetter für den Raum Kronstadt (Braşov) und die Stadt Zărneşti können Sie im Internet unter www.accu-weather.com aufrufen.
 
Einreise- und Zollbestimmungen:
 
Aus Deutschland und Österreich kommend benötigt man zur Einreise keinen Pass, es genügt der Personalausweis, Schweizer benötigen einen Pass. Alle Reisedokumente müssen mindestens noch 6 Monate nach Einreisedatum gültig sein.
Die derzeit gültigen Zollbestimmungen können unter www.auswaertiges-amt.de oder www.travelshop.de aufgerufen werden.
 
 
Rumänien – Transsilvanien – Europa
Ein kurzer geschichtlicher Abriss

 
Sicherlich ist Rumänien ein Land mit großen wirtschaftlichen und sozialen Umwälzungen, deren negative Erscheinungen in den westeuropäischen Medien starke Beachtung finden, z.B. der Zustand der Waisenhäuser, Korruption oder die Armut in der ländlichen Bevölkerung. Gleichzeitig verfügt das Land über große Naturschätze, die es einzigartig machen und die eine Chance für die Zukunft darstellen. Auf jeden Fall ist Rumänien ein vielschichtiges Land und blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück, die eng mit Westeuropa verwoben ist.
Zu Beginn unserer Zeitrechnung war die Provinz Dacia ein Teil des Römischen Reiches. Noch heute findet man in allen größeren Städten eine Darstellung der römischen Wölfin, die die Zwillinge Romulus und Remus säugt. Der Schriftsteller Ovid war für längere Zeit nach Histria an der Schwarzmeerküste verbannt. Auch nach dem Rückzug der Römer 271 n.Chr. reißt die Verbindung nicht ab. Nahezu alle bedeutsamen Stämme, die in der Völkerwanderungszeit aus dem Osten kamen, haben auf ihrem Zug nach Westen das Gebiet des heutigen Rumäniens gestreift. Die Magyaren, die sich in der panonnischen Tiefebene niederließen, kehrten von dort bis in den Karpatenbogen zurück und eroberten um 900 n. Chr. das Gebiet.
Im 12. Jahrhundert werden im Rhein-Moselraum von den ungarischen Königen deutschsprachige Siedler angeworben, die im Gefolge der Kreuzzüge ihren Weg in die Karpaten antraten. Mit großzügigen Sonderrechten ausgestattet, entwickelten sich in wenigen Jahrhunderten blühende Gemeinwesen, eifrige Handelsstädte wie Kronstadt oder Klausenburg und beschauliche Verwaltungszentren wie Hermannstadt. Die lebendig gebliebene Verbindung zu Westeuropa dokumentiert sich heute in der Partnerschaft Hermannstadts mit Luxemburg als Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2007.
Auch während der Zeit des Osmanischen Reiches im 14. Jahrhundert gelang es Siebenbürgen seine Unabhängigkeit als Fürstentum zu erhalten, während die rumänischen Fürstentümer Moldau und Walachei in türkische Abhängigkeit gerieten.
Nach der Zerschlagung des Osmanischen Reiches wurde Siebenbürgen unter Habsburgische Herrschaft gestellt, in der es bis zum Ende des 1. Weltkrieges 1918 verblieb.
Die rumänischen Fürstentümer Moldau und Walachei vereinigten sich 1862 unter dem Namen Rumänien, 1878 wurde der Hohenzollernprinz Karl als König Carol I. international anerkannt.
Die Niederlage der k.u.k. Monarchie im ersten Weltkrieg führte 1920 zur Gründung des modernen Staates Rumänien. Mit dem Zugewinn der Territorien Bessarabien, Bukowina, Banat und Siebenbürgen vergrößerte sich der Staat um mehr als das Doppelte: von 120 000 km² auf 295 000 km² , die Bevölkerung wuchs von 7,5 Millionen auf 16 Millionen.
Die Zwischenkriegszeit ist gekennzeichnet von politischen Wirren.
Von 1941 – 1944 tritt Rumänien als Verbündeter Deutschlands gegen Russland auf, am 23. August 1944 wechselt König Michael auf die russische Seite über und erklärt Deutschland den Krieg. Als Folge dieser Politik wurden im Januar 1945 insgesamt 70 000 Angehörige der deutschen Minderheit zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert.
Von 1947 – 1989 wird Rumänien als sozialistische Volksrepublik regiert. In den letzten Dezembertagen 1989 kommt es zu einem Aufstand gegen das Regime und der Diktator Nicolae Ceaucescu, der Titan der Titanen, wird zusammen mit seiner Frau Elena nach einem kurzen Tribunal standrechtlich erschossen.
Die im Mai 1990 gewählte Regierung sieht an der Spitze lauter Persönlichkeiten, die schon im alten Regime einflussreiche Politiker waren.
Seit 2004 ist Rumänien Mitglied der Nato und seit dem 1. Januar 2007 Mitglied der Europäischen Union.
 
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